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Entwichenem Luchs fehlt sogar der Chip

(Soester Anzeiger, Lokalteil Warstein, vom 3. Januar 2012)

WARSTEIN ▪ Der Luchs, der irgendwann im November auf ungeklärtem Wege das Luchs-Gehege im Wildpark verlassen hat und seither im Raum Eversberg in freier Wildbahn unterwegs ist, hatte keine Kennzeichnung. Und auch seine fünf Artgenossen verfügen nicht über einen eingepflanzten Chip, obwohl die „Bundesartenschutzverordnung“ dies vorschreibt. Das bestätigte gestern Rüdiger Brüggemann, Vorsitzender des Bilsteintalvereins.

Dabei sei dem Verein die vorhandene Kennzeichnung in den Übergabeverhandlungen vom bis dato zuständigen Förster Henning Dictus ausdrücklich zugesichert worden, sagte Brüggemann. „Das steht auch so in den Übergabeprotokollen.“
Als der Luchs entlaufen war, bat der Verein Trierärztin Elisabeth Weber um eine Überprüfung. Sie habe dem Verein mit einem Transponderlesegerät bestätigt, dass die Tiere „nicht gechipt“ seien. Eigentlich hätten sie einen solchen Chip mit gespeicherten Daten zu jedem einzelnen Tier in der Nähe der Vorderläufe unter der Haut tragen sollen. „Die haben wir dann später in den Unterlagen gefunden“, sagte Brüggemann.
Besonders irritiert ist der Vorsitzende, dass sich Förster Henning Dictus Ende November bei der Kreispolizeibehörde Soest heftig über den Bilsteintalverein beklagt hat. Ihm liege die Mail vor, in dem Dictus die Polizei darauf hinweist, dass von Seiten des Eigentümers nichts unternommen werde, um das Tier wieder einzufangen. Dictus habe die Polizei darauf hingewiesen, dass das Tier 16 Jahre alt und nicht gewohnt sei, wild zu leben und sich selbst Beute zu beschaffen. Der städtische Förster habe in dieser Mail ausdrücklich auf Gefahren für Hunde und Weidevieh aufmerksam gemacht.
Dabei sei dem Verein und selbst den beiden Wildhütern, die sich täglich um die Tiere kümmern, immer noch nicht klar, welches Tier genau fehle. Angesichts des gleichen Aussehens hätten sie größte Schwierigkeiten, sie auseinander zu halten. Um die Irritiationen aufzuklären, hat Brüggemann vor nunmehr bereits vier Wochen die Stadtverwaltung um Aufklärung gebeten – bis heute ohne jede Reaktion. Unabhängig davon besteht nun die Hoffnung, dass der Luchsexperte das Tier betäubt und zurück holt. ▪ gr

 


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